George Washington
Der geschichtsträchtige Name des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika klingt noch nach über 200 Jahren vertraut und markant. George Washingtons Leben und Wirken fand zu einer historischen Wendezeit statt und eröffnete ein neues Zeitalter der politischen Geschichte der USA. Geboren am 22. Februar 1732 in Wakefield, Virginia, wurde er zu einem der Gründerväter der Vereinigten Staaten, war maßgeblich an der verfassungsgebenden Philadelphia Convention im Jahr 1787 beteiligt und schließlich von 1789 bis 1797 Präsident. Die republikanische Demokratie wurde durch Georg Washington nachhaltig geprägt.
George Washington wuchs bei seinen Eltern englischer Abstammung auf. Bereits mit 11 Jahren verlor er seinen Vater und stand daraufhin unter der Vormundschaft seines Halbbruders. Nach einer einfachen Schulbildung war George Washington in den frühen Jahren seines Erwachsenenlebens als Geometer tätig. Eine Erbschaft, geschickte Finanzspekulation und eine Heirat ermöglichten ihm in den 50er Jahren einen Aufstieg zum wohlhabendsten Farmers in ganz Virginia, woraufhin seine Ernennung zum Oberst erfolgte.
Washington kämpfte im französisch-britischen Kolonialkrieg und im französisch-amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, in dem er bedeutende Siege erreichen konnte. Zum Militärführer aufgestiegen, war er ab 1759 im Abgeordnetenhaus Virginias tätig und bekleidete in den folgenden Jahren das Amt eines Friedensrichters sowie das eines Delegierten im Kontinentalkongress Virginias. George Washington wurde im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775-1783) zum Oberbefehlshaber ernannt. In dieser Position rief er schließlich die Bundesstaaten zur Bildung einer Zentralregierung auf. Im Jahre 1787 wurde er zum Präsidenten des Verfassungskonvent erhoben.
Nach einer eindeutigen Wahl im Jahre 1789 trat George Washington
sein Amt als erster Präsident der Vereinigten Staaten von
Amerika an. Eine um innenpolitischen Konsens bemühte Politik
mit einem ausgewogenen Kabinett und außenpolitische Neutralität
stabilisierten den neuen, amerikanischen Staat. Diese Zurückhaltung
brachte allerdings im Zusammenhang mit der französischen
Revolution und den französisch-britischen Konflikten auch
viele kritische Stimmen auf. George Washington wurde 1792 erneut
für weitere vier Jahre gewählt. Er zog sich schließlich
nach einer bis heute bedeutsamen Rede in sein Privatleben zurück.
George Washington starb am 14. Dezember 1799.
