John F. Kennedy
John F. Kennedy war und ist eine der bemerkenswertesten, aber auch umstrittensten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Als er am 1961 zum 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ernannt wurde, war er mit gerade mal 43 Jahren der jüngste in der Geschichte des Landes und noch dazu der erste und bis heute einzige Katholik im Amt.
In seine nur rund 1000 Tage währende Zeit als Präsident fielen eine Reihe bedeutender historischer Ereignisse. Außenpolitisch verantwortete Kennedy die Invasion von Exilkubanern in der Schweinebucht, die das Regime Fidel Castros in Kuba zum Ende bringen sollte und kläglich scheiterte. Als historischer Erfolg hingegen gilt sein Handeln während der sich 1962 anschließenden Kubakrise, in der er mit der Androhung eines militärischen Erstschlages die Stationierung sowjetischer Atomraketen auf Kuba verhindern konnte. Nach mehrtägiger Seeblokade Kubas ziehen die Sowjets Ihre Atomraketen aus Kuba ab. Die Amerikaner garantieren im Gegenzug, keine Invasion auf Kuba zu starten.
Der Bau der Berliner Mauer 1961 fällt ebenfalls in die Amtszeit Kennedys. Als er 1963 schließlich die geteilte Stadt besucht, spricht er den in Deutschland berühmt gewordenen Satz: "Ich bin ein Berliner".
Innenpolitisch ist der Name Kennedys vor allem mit der Abschaffung der Rassentrennung verbunden. 1962 schickte der Präsident Militär an die Universität von Mississippi, um für den schwarzen Studenten James Meredith die Immatrikulation zu erzwingen. Darüber hinaus setzte er Erhöhungen beim Arbeitslosengeld und dem Mindestlohn durch. Durch sein klares Bekenntnis gegen die Rassentrennung war der Präsident besonders in den Südstaaten der USA stark umstritten.
Am 22. November 1963 besucht Kennedy Dallas, Texas. Er fährt im offenen Wagen durch das Stadtzentrum, als er auf Höhe der Dealey Plaza von mehreren Schüssen niedergestreckt wird. Wenige Stunden nach dem Attentat wird ein gewisser Lee Harvey Oswald als Tatverdächtiger präsentiert. Noch vor Beginn des Strafverfahrens wird dieser aber selbst ermordet. Die Hintergründe des Attentats auf Kennedy sind bis heute nicht zweifelsfrei geklärt, auch die Umstände der Ermordung Oswalds laden zu Verschwörungstheorien ein.
Privat litt Kennedy unter schweren gesundheitlichen Problemen.
Schäden an der Wirbelsäule zwangen ihn, Korsett zu tragen
und machten ihm das Gehen und Stehen zeitweise zur Hölle.
Dass es ihm gelang, dies vor der Öffentlichkeit erfolgreich
geheim zu halten, zeugt von der unbändigen Willenskraft Kennedys.
Bekannt wurde hingegen seine Schwäche für schöne
Frauen. Neben seiner Ehegattin Jacqueline, die einer ganzen Generation
von Frauen als Stilikone galt, wurden ihm zahlreiche Liebschaften
mit den Schönheiten Hollywoods nachgesagt. Seine Affäre
mit Marilyn Monroe gilt als legendär.
